Ob chemisch enthärtet, physikalisch behandelt oder naturbelassen, spielt für die Gesundheit kaum eine Rolle: Wer seinen Calciumbedarf allein übers Leitungswasser decken wollte, müsste auch bei 20 °dH hartem Wasser täglich etwa sieben Liter trinken. Dagegen genügt schon ein knapper Liter Milch für den Tagesbedarf.
Salz ist nicht gleich Salz! Die verallgemeinernde Behauptung, ein hoher Natriumgehalt in der Nahrung wirke generell blutdrucksteigernd, ist nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft nicht haltbar. Amerikanische und deutsche Wissenschaftler konnten nachweisen, dass die blutdruckerhöhende Wirkung nicht auf das Natrium, sondern auf das Chlorid zurückzuführen ist.
Natriumhydrogencarbonat, wie es häufig in Mineralwässern vorliegt, kann eventuell sogar blutdrucksenkend wirken. Vielfach wird fälschlicherweise angenommen, dass Natrium und Natriumchlorid (Kochsalz) identisch seien.
Teilenthärtetes Wasser ist absolut einwandfreies Trinkwasser entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen. Alle Mineralien, die im harten Wasser enthalten sind, finden sich auch in ausreichender Menge im teilenthärteten Wasser wieder:
Dies ermöglicht auch bei Einhaltung einer streng natriumarmen Diät den Genuss von teilenthärtetem Wasser.
Seit man weiß, dass die gefährlichen Erreger der Legionärskrankheit sich besonders in Kalknestern im Leitungswassernetz festsetzen, kann Wasserenthärtung sogar aus hygienischen Gründen sinnvoll sein.